Händel AGRIPPINA | Oldenburgisches Staatstheater (2016)

Dramma per musica in drei Akten
Dichtung von Vincenzo Grimani
Premiere: 15.10.2016

Regie: Laurence Dale
Bühne: Tom Schenk
Kostüm nach einem Entwurf von Robby Duiveman
Dramaturgie: Annabelle Köhler

 

ZUM STÜCK

Rom 54 n. Chr.: Nero muss Kaiser werden! Ohne Rücksicht auf Verluste verfolgt Agrippina das Ziel, ihren Sohn im Zentrum der Macht zu installieren. Als sie das Gerücht erreicht, Kaiser Claudius – ihr Mann – sei bei einem Schiffbruch ums Leben gekommen, schlägt ihre Stunde. Selbst als sich die Todesnachricht als falsch herausstellt, lässt sie nicht von ihrem Vorhaben ab. Sie verleumdet Otto, der Claudius aus den Fluten rettete, und sät Zwietracht zwischen ihm und seiner Geliebten Poppea. Wird sie triumphieren oder gelingt es am Ende ihren Gegnern, das Dickicht aus politischen Winkelzügen zu zerschlagen? Georg Friedrich Händel erzielte mit der Geschichte über Roms große Intrigantin einen ersten überwältigenden Erfolg als Opernkomponist. Das Libretto mit der dicht gewobenen Handlung und den scharf gezeichneten Charakteren dürfte mitverantwortlich sein für den triumphalen Erfolg dieses Werkes. Geschrieben hat es Kardinal Vincenzo Grimani, der gleichzeitig Vizekönig von Neapel unter den Habsburgern war und dessen Familie in Venedig das Teatro Grimani di San Giovanni Grisostomo besaß, wo ‚Agrippina‘ am 26. Dezember 1709 zur Uraufführung gelangte. Es gilt als eines der wenigen originalen Opernlibretti, die Händel für seine Kompositionen bearbeitete. ,Agrippina‘ war Händels letztes in Italien vollendetes und unter seiner Leitung aufgeführtes Werk. Seit der Wiederentdeckung der Opern Händels zu Beginn des 20. Jahrhunderts zählt ‚Agrippina‘ zu dessen meist gespielten Bühnenwerken.
In Kooperation mit den Internationalen Händel Festspielen Göttingen

 

PRESSESTIMMEN

„Dem jungen Dirigenten Jörg Halubek, vielseitig ausgebildet in der historischen Aufführungspraxis, ist es gelungen, mit dem Barockensemble des Oldenburgischen Staatstheaters und dazu engagierten drei Theorben ein Klangkollektiv zu bilden, dessen Ausstrahlung weit über das hinausging, was man normalerweise als „Dienst“ in der Oper hört. (…) Es passt alles an diesem ebenso ergreifenden wie unterhaltsamen Abend.” (Neue Musikzeitung)

„Für die musikalische Qualität ist wieder Jörg Halubek verantwortlich, der mit dem teilweise auf historischen Instrumenten spielenden Oldenburgischen Staatsorchester einen erstaunlich authentischen Barockklang erzeugen kann. (…) Sängerisch bleiben keine Wünsche offen. (…) Ein langer Opernabend, der sich aber als gleichbleibend kurzweilig erweist.” (Weser Kurier)