Händel HERCULES | Staatstheater Oldenburg (2014)

Oratorium in drei Akten
Premiere: 25.10.2014

Regie, Bühne und Kostüme: Jürgen R. Weber
Chor: Thomas Bönisch
Dramaturgie: Steffi Turre
Oldenburgisches Staatsorchester und Opernchor

ZUM STÜCK

Er ist einer der größten Helden der Antike, hat unmenschliche Aufgaben erfüllt, den Nemeischen Löwen getötet, der Hydra getrotzt und gar den Höllenhund Zerberus aus der Unter­welt entführt, und doch fällt er letztendlich der Eifersucht seiner eigenen Frau zum Opfer: Hercules.
Hercules kehrt siegreich aus dem Krieg zurück: Er hat den feindlichen König Eurytos getötet und dessen Tochter Iole gewissermaßen als Trophäe an den heimischen Hof gebracht. Hat Hercules’ Frau Dejanira auch noch kurz zuvor um das Leben ihres Gatten gebangt, gewinnt nach dessen Rückkehr schon bald ihre Eifersucht auf die junge Prinzessin die Oberhand. Sie stellt Hercules zur Rede, bleibt aber gegenüber seinen Unschuldsbeteuerungen taub. Als Dejanira versucht, mit Hilfe eines magischen Gewandes Hercules’ vermeintlich verlorene Liebe zurückzugewinnen, gibt ausgerechnet sie den Anstoß zur tödlichen Tragödie…
Als Händel im Jahre 1744 an seinem neuen Oratorium schreibt, ist dem gewieften Theatermann die Bühnenwirksamkeit seines Werkes sicherlich voll bewusst. Nicht umsonst nennt er es „A New Musical Drama“. Allerdings sollte es noch nahezu zwei Jahrhunderte dauern, bis das Werk den Sprung vom Konzertsaal auf die Opernbühne schaffte. Seitdem jedoch erfreut es sich großer Beliebtheit.

 

BILDERGALERIE

PRESSESTIMMEN

„(…) dafür bürgt das auf Parketthöhe platzierte Staatsorchester unter der akribischen und einfühlsamen Leitung von Jörg Halubek. Das prächtige barocke Spiel verbindet federnde Akzentuierung mit lyrischer Sanftheit und fast anspringender Verve. Es verhindert, dass die Regie bei Äußerlichkeiten stehen bleibt. Diesem Sog kann sich niemand entziehen.“ (Nordwest Zeitung, 27.10.2014, zur Rezension von Horst Hollmann)

„Musikalisch blieben kaum Wünsche offen. Jörg Halubek leitete das Oldenburgische Staatsorchester stilsicher und umsichtig. Die rein instrumentalen Stücke wurden durchsichtig gestaltet, die Sänger subtil begleitet. Und die großen Chorszenen (Einstudierung Thomas Bönisch) entfalteten sich kraft- und klangvoll.“  (DerOpernfreund.de / Nordwest-Zeitung, 25.10.2014, zur Rezension von Wolfgang Denker)